Antworten nur aus freigegebenen Inhalten

Eine Lernbegleitung antwortet aus den Lektionen und Dokumenten der Schule, nicht aus dem offenen Netz. Wie das gebaut ist und wann die Ausnahme greift.

Wenn eine Klasse mit einem allgemeinen Assistenten arbeitet, lernt sie an dem, was ein Modell irgendwo aufgeschnappt hat. Wenn sie mit unserem arbeitet, lernt sie an dem, was die Lehrperson verantwortet. Das ist der ganze Unterschied, und er ist eine Bauentscheidung.

Was die Quelle ist

Die Lektionen der Schule, die freigegebenen Dokumente, die Wissensdatenbank der Institution, die amtlichen Grundlagen, die dort hinterlegt sind. Jede Antwort nennt, woher sie stammt. Findet sich zur Frage nichts, sagt das System das, statt eine plausible Auskunft zu erfinden.

Frage im UnterrichtWoher die Antwort kommt
«Wie war die Regel aus der letzten Lektion?»aus genau dieser Lektion, mit Verweis
«Was steht im Gesetz dazu?»aus dem hinterlegten Erlass, mit Fassungsdatum
«Wie ist das an unserer Schule geregelt?»aus dem Reglement der Institution
«Was ist gestern in der Weltpolitik passiert?»aus einer gezielten Suche, ausdrücklich gekennzeichnet

Warum die Ausnahme wichtig ist

Ein abgeschlossenes System wäre bequem zu bauen und pädagogisch falsch. Es gibt Fragen, die aktuelle, öffentliche Information brauchen. Dafür wechselt die Begleitung gezielt auf eine Suche, und die Antwort sagt, dass sie von aussen kommt. Der Unterschied zwischen «das steht in eurer Lektion» und «das habe ich draussen gefunden» gehört sichtbar in die Antwort, weil er für die Beurteilung des Gelesenen zählt.

Eine Lernbegleitung, die immer antwortet, erzieht zum Glauben. Eine, die sagt, woher sie es hat und wann sie nichts weiss, erzieht zum Prüfen.

Was die Lehrperson dabei in der Hand hat

Sie bestimmt, was freigegeben ist. Ein Dokument, das im Vorbereitungsordner liegt, ist nicht Quelle. Eine Lektion, die noch im Entwurf ist, auch nicht. Freigabe ist ein bewusster Schritt, und er ist umkehrbar: Wird eine Unterlage zurückgezogen, verschwindet sie auch als Quelle.

Der Nebeneffekt für die Schule

Nach einem Halbjahr zeigt die Auswertung, zu welchen Themen nichts gefunden wurde. Das ist eine Lückenliste des eigenen Materials, und sie entsteht ohne Zusatzaufwand, einfach weil die Fragen der Lernenden protokolliert sind, ohne dass jemand ihre Namen sieht.

Fazit: Der Stoff der Klasse ist der Stoff der KI

Eine Begleitung, die aus den freigegebenen Inhalten antwortet, verstärkt den Unterricht. Eine, die aus dem offenen Netz antwortet, ersetzt ihn durch einen Durchschnitt. Für eine Schule ist das kein technischer, sondern ein inhaltlicher Entscheid.