In der Zentralschweiz bieten inzwischen Agenturen, Beratungen, Softwarehäuser und Einzelpersonen KI-Entwicklung an. Die Websites klingen alle ähnlich. Sieben Fragen im ersten Gespräch sortieren das schneller als jede Referenzliste.
Die sieben Fragen
- «Wovon raten Sie ab?» Wer darauf keine Antwort hat, verkauft, statt zu beraten. Jedes ernsthafte Büro kennt Aufgaben, bei denen KI das falsche Mittel ist.
- «Wo liegt der Suchindex über unsere Dokumente?» Die Frage nach der Ablage beantworten alle. Die Frage nach dem Index trennt die, die ihre eigene Anwendung verstehen, von den anderen.
- «Was kostet ein Modellwechsel in zwei Jahren?» Wer das nicht beantworten kann, hat fest auf einen Anbieter gebaut.
- «Was protokolliert das System, und wer kann es lesen?» Ein Nachweis, den nur der Lieferant sieht, ist keiner.
- «Was müssen wir selbst beitragen?» Wer sagt «nichts», hat die Ordnungsarbeit an den Unterlagen nicht eingerechnet, und die kommt später als Nachtrag.
- «Wie messen wir, ob es gut genug ist?» Die Antwort muss eine Zahl und einen Vergleichsmassstab enthalten, nicht ein Gefühl.
- «Was passiert, wenn wir aufhören?» Format, Frist und Kosten der Rückgabe, schriftlich, vor Vertragsbeginn.
Was die Antworten verraten
| Antwortmuster | Was es bedeutet |
|---|---|
| «Das machen wir alles» | Baukasten, den Sie selbst zusammensetzen |
| «Das Modell lernt Ihre Daten» | teures Nachtrainieren, wo Suche genügt hätte |
| «Datenschutzkonform, versprochen» | eine Zusicherung, keine Bauweise |
| konkrete Gegenfragen zu Ablauf und Rechten | jemand, der solche Systeme schon betrieben hat |
Die verlässlichste Auskunft über ein Entwicklungsbüro ist nicht seine Referenzliste, sondern die Frage, die es Ihnen als erstes stellt.
Der Unterschied zwischen Werkzeugeinführung und Entwicklung
Beides ist legitim, beides wird unter demselben Namen verkauft. Eine Werkzeugeinführung besorgt Zugänge, schult Leute und stellt Regeln auf. Eine Entwicklung baut einen Ablauf Ihres Hauses nach. Wer eine Einführung braucht, sollte keine Entwicklung bezahlen, und wer einen Ablauf automatisieren will, kommt mit Zugängen und Schulung nicht ans Ziel.
Fazit: Fragen Sie nach dem Betrieb, nicht nach der Demonstration
Eine Vorführung gelingt immer. Die Fragen oben zielen alle auf den Zustand nach zwei Jahren. Wer darauf präzise antwortet, hat ein System schon so lange betrieben. Das ist die Auskunft, die Sie suchen.