Wer heute eine KI-Firma anfragt, bekommt meistens eines von drei Dingen angeboten: einen Chatbot, einen Workshop oder eine Automatisierung. Wir machen etwas anderes, und es ist nützlich, das vor dem ersten Gespräch zu wissen.
Was bei uns entsteht
Eine Anwendung, die einen bestimmten Ablauf Ihres Hauses übernimmt, von der Frage bis zum Eintrag im Zielsystem. Nicht ein Fenster, in dem man mit einem Modell reden kann, sondern ein Weg mit Anfang, Prüfstellen und Ende. Vier Bausteine kommen dabei in fast jedem Auftrag vor:
- Antworten aus Ihren eigenen Unterlagen, mit Angabe von Dokument und Fundstelle, entlang der bestehenden Zugriffsrechte.
- Eine Struktur aus einer Vorgabe, etwa aus einem Bildungsplan, einem Reglement oder einem Gesetz, an der die weitere Arbeit hängt.
- Abläufe aus mehreren Schritten, die an festgelegten Stellen auf eine Freigabe warten.
- Prüfung und Nachweis vor jeder Veröffentlichung, und ein Protokoll, das später Fragen beantwortet.
Was wir nicht bauen
| Nicht bei uns | Warum |
|---|---|
| Ein Chatbot auf die Website gesetzt | löst selten ein Problem, erzeugt aber Erwartungen und Haftung |
| Ein Werkzeugkasten zum Selberbauen | wer keine Zeit für den Ablauf hat, hat auch keine für den Baukasten |
| Halbtagesworkshops als Hauptleistung | Schulung gehört zu einer Einführung, ersetzt sie aber nicht |
| Ein Modell, das auf Ihren Daten nachtrainiert wird | teuer, schwer zu korrigieren, und fast nie nötig |
Die Abgrenzung ist keine Bescheidenheit
Sie hat einen praktischen Grund. Ein Chatbot lässt sich in zwei Wochen aufsetzen und in zwei Monaten vergessen. Eine Anwendung, die in einem Ablauf steht, wird täglich benutzt und muss deshalb vier Dinge können, die ein Demonstrator nicht können muss: die Rechte des Hauses einhalten, bei Ausfall eines Anbieters weiterlaufen, jede Auskunft belegen und sich ändern lassen, wenn sich ein Reglement ändert.
Die Frage ist nie, ob ein Modell etwas kann. Die Frage ist, ob ein Haus mit dem Ergebnis arbeiten kann.
Wenn KI nicht das richtige Mittel ist
Das kommt vor, und es kommt öfter vor, als es in dieser Branche üblich ist zuzugeben. Hat eine Aufgabe eine eindeutige Regel, ist eine gewöhnliche Automatisierung günstiger und exakt. Steht das nötige Wissen nirgends geschrieben, kann es auch keine KI finden. Fallen zehn Fälle im Monat an, lohnt der Aufbau nicht. In diesen Fällen sagen wir das im Erstgespräch und nicht nach dem dritten Rechnungslauf.
Fazit: Wir liefern einen Ablauf, kein Werkzeug
Der Unterschied zeigt sich am Ende eines Projekts. Ein Werkzeug liegt danach im Haus und wartet darauf, dass jemand es benutzt. Ein Ablauf läuft, und man merkt es daran, dass niemand mehr über ihn spricht.