Was Schulen vor dem Schuljahr entscheiden sollten

Vor dem Schuljahresbeginn lassen sich vier Dinge in wenigen Sitzungen klären, die sonst das ganze Jahr für Unruhe sorgen.

In den kommenden Wochen beginnt das Schuljahr, und in den meisten Häusern ist die Frage nach dem Umgang mit KI noch offen. Vier Entscheide lassen sich vorher treffen, und sie kosten zusammen weniger als zwei Sitzungen.

Entscheid eins: Was gilt als erlaubte Nutzung

Nicht «ob», sondern «wie deklariert». Eine Schule, die sagt, Lernende dürfen Werkzeuge benutzen, wenn sie es angeben und den Einsatz beschreiben können, hat eine Regel, die prüfbar ist. Eine Schule, die es verbietet, hat eine Regel, die nicht prüfbar ist, und verliert im ersten Streitfall.

Entscheid zwei: Welche Daten hineindürfen

Eine Seite, drei Klassen, mit Beispielen aus dem eigenen Haus: Namen von Lernenden, Beurteilungen, Gesundheitliches und Familiäres auf keinen Fall in ein fremdes Konto. Fachliche Fragen, Aufgabenideen und Textentwürfe ohne Personenbezug sind unproblematisch. Das ist in zwanzig Minuten geschrieben und verhindert die häufigsten Vorfälle.

Entscheid drei: Welche Prüfungsformen dieses Jahr umgestellt werden

Nicht alle. Ein Fach, eine Stufe, ein Semester, mit einer ehrlichen Auswertung am Ende. Wer alles gleichzeitig umstellt, bekommt Widerstand und kein Ergebnis.

BisherUmstellung mit kleinem Aufwand
Hausarbeit als EndproduktZwischenstände plus kurzes Gespräch über die eigene Arbeit
Wissensfragen im TestAnwendung auf einen neuen, unbekannten Fall
Referat nach VorlageReferat mit offengelegtem Werkzeugeinsatz und Begründung der Auswahl

Entscheid vier: Wer im Haus zuständig ist

Eine benannte Person, die Fragen beantwortet, Werkzeuge freigibt und den Überblick behält, mit ein paar Lektionen Entlastung. Ohne Zuständigkeit entstehen zwanzig Einzellösungen, und im Frühling weiss niemand, was im Haus läuft.

Die vier Entscheide zusammen sind ein Nachmittag Arbeit. Ohne sie beschäftigt das Thema eine Schulleitung das ganze Jahr in Einzelfällen.

Was danach kommt

Erst danach lohnt die Frage nach einer Plattform oder einem System. Wer zuerst einkauft und dann regelt, richtet die Regeln am Werkzeug aus statt umgekehrt.

Fazit: Regeln vor Werkzeugen, ein Fach vor allen Fächern

Ein Schuljahr ist lang genug, um eine Umstellung an einer Stelle sauber zu machen, und zu kurz, um überall gleichzeitig anzufangen. Wer im August vier Dinge entscheidet, hat im Juni eine Auswertung statt einer Sammlung von Einzelfällen.