Was eine KI-Anwendung wirklich kostet

Nicht der Preis pro Anfrage entscheidet, sondern vier Posten davor und danach. Eine ehrliche Aufstellung, mit den Stellen, an denen es teuer wird.

«Was kostet das?» ist die zweite Frage in jedem Erstgespräch. Eine seriöse Antwort braucht Gegenfragen, aber die Struktur der Rechnung lässt sich vorher benennen, und daran erkennt man auch, ob ein Angebot vollständig ist.

Vier Posten, und der bekannteste ist der kleinste

PostenWann er anfälltGrössenordnung
Ordnung in den Unterlageneinmal, vor dem Bauoft die Hälfte des Projekts
Bau und Einbindungeinmalder sichtbare Teil eines Angebots
Prüfung, Freigabe, Schulungdauerhaft, in Arbeitszeitwird fast immer vergessen
Rechenzeit der Modelleje Anfragemeist der kleinste Betrag

Warum die Unterlagen der grosse Posten sind

Weil dort nichts automatisiert werden kann, was vorher niemand entschieden hat. Zwei Fassungen desselben Reglements zusammenzuführen ist keine technische Arbeit, sondern eine fachliche: Jemand muss sagen, welche gilt. Diese Arbeit fällt in Ihrem Haus an, nicht bei uns, und sie ist der Grund, warum zwei Häuser mit derselben Software völlig verschiedene Ergebnisse bekommen.

Die gute Nachricht: Sie bleibt Ihnen. Eine geordnete Wissensbasis überlebt jeden Anbieterwechsel, ein Vertrag nicht.

Wo es teuer wird, ohne dass es jemand plant

  • Ein zu grosses Modell für einfache Aufgaben. Klassieren und Extrahieren brauchen kein Spitzenmodell, und der Unterschied ist eine Grössenordnung, keine Prozente.
  • Abläufe, die dasselbe Dokument mehrfach durch ein Modell schicken. Fast immer ein Konstruktionsfehler.
  • Fehlende Kostengrenze. Ein fehlerhafter Ablauf kann über ein Wochenende erstaunlich viel Rechenzeit verbrennen.
  • Freigaben ohne Zuständigkeit. Wenn niemand weiss, wer entscheidet, wird jede Freigabe zur Sitzung.

Die einzige Zahl, die etwas aussagt, sind die Gesamtkosten pro erledigtem Fall, inklusive Prüfung, Freigabe und anteiliger Ordnungsarbeit.

Was wir konkret machen

Wir nennen keinen Pauschalpreis vor dem Machbarkeitstest, weil er geraten wäre. Der Test selbst hat einen festen Preis und beantwortet genau diese Frage mit Zahlen aus Ihrem Haus: Trefferquote, Kosten pro Fall, Aufwand für die Unterlagen. Danach steht ein Angebot, das man nachrechnen kann.

Fazit: Ein Angebot ohne diese vier Posten ist unvollständig

Wenn ein Angebot nur Bau und Rechenzeit nennt, fehlt die Hälfte. Fragen Sie nach der Ordnungsarbeit und nach dem, was Freigabe und Prüfung im Alltag an Zeit kosten. Die Antwort sagt Ihnen mehr über den Anbieter als über den Preis.