In Ausschreibungen steht Datensicherheit oft als eigener Punkt, gleich neben der Schnittstellenliste. Das führt in die Irre: Sie ist keine Funktion, sondern eine Eigenschaft, die aus dem Aufbau folgt oder eben nicht.
Vier Fragen, die mehr sagen als jedes Zertifikat
- Was sieht eine Person mit gestohlenem Zugang? Wenn die Antwort «alles von ihrer Rolle» ist, taugt die Rollenordnung. Wenn sie «die ganze Datenbank» ist, hilft kein Zertifikat.
- Was liegt unverschlüsselt und wo? Nicht nur die Ablage, sondern auch Zwischenspeicher, Suchindex, Sicherungen und Protokolle.
- Wie lange bleibt etwas liegen? Eine gelöschte Person, die in Sicherungen, im Index und in Protokollen weiterlebt, ist nicht gelöscht.
- Was geht bei einer Anfrage nach aussen? Und entscheidet das ein Mensch im Eingabefeld oder eine Prüfung vor dem Aufruf?
Was in einem Schulsystem besonders ist
Bildungsdaten sind heikel, weil sie Minderjährige betreffen, weil sie Jahre nachwirken und weil die betroffenen Personen sich nicht aussuchen können, ob sie am System teilnehmen. Das verschiebt den Massstab: Nicht «was ist erlaubt», sondern «was würden wir einer Klasse erklären können».
Sicherheit ist nicht, dass nichts passieren kann. Sicherheit ist, dass ein Vorfall klein bleibt, schnell auffällt und lückenlos rekonstruierbar ist.
Was wir konkret bauen
Rechte werden vor der Suche durchgesetzt und nicht danach gefiltert. Bereiche sind getrennt, auch technisch, sodass eine Anfrage gar nicht erst über die Grenze eines Hauses reicht. Jede Anfrage nimmt eine protokollierte Bahn, und alles Persönliche bleibt im Land. Für den Ernstfall zählt, dass man in Minuten sagen kann, welche Daten betroffen waren.
Fazit: Das Prospekt sagt wenig, der Aufbau alles
Zertifikate sagen, dass jemand einen Prozess beschrieben hat. Die vier Fragen oben sagen, was bei einem Fehler wirklich passiert. Lassen Sie sich die Antworten vorführen, an einem Konto mit gewöhnlichen Rechten, nicht an einem Administratorzugang.